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Nach den Wahlen in Griechenland.
Nach den Anleihekäufen der EZB.
Nach der Entscheidung der SNB.

 

5 Herausforderungen für Ihr Portfolio in 2015

Frankfurt am Main, 19. Februar 2015 – Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds fragen sich viele Anleger, wie sie ihr Portfolio für 2015 wetterfest machen können. Helfen kann dabei ein Blick auf die wichtigsten Herausforderungen verschiedener institutioneller Anleger und wie diese strategisch und taktisch (re)agieren. So sind viele Pensionseinrichtungen und Versorgungswerke in diesem Marktumfeld dazu angehalten, Erträge von immerhin 4% (oder mehr) zu erwirtschaften. Die Frankfurter Asset Management-Gesellschaft QC Partners hat nun fünf dieser Herausforderungen institutioneller Portfolien und deren Relevanz für alle Anleger identifiziert:

 

1. Risikomanagement
Die Aufhebung der Eurobindung des Frankens durch die Schweizer Nationalbank hat unlängst zu erheblichen Kursbewegungen geführt. Währungstrader, aber auch Investoren anderer Assetklassen, sind nachhaltig betroffen. „Es besteht die Gefahr, dass die Aktion nur der Auftakt zu einem weiteren riskanten Wettlauf der Weltwährungen war“, so Stephan Beismann, Partner von QC Partners. Das Thema permanentes Risikomanagement gewinnt aufgrund der immer weniger prognostizierbaren Ereignisse, nicht nur im Währungsbereich, somit stetig an Bedeutung. Dabei spielen nicht nur klassische Risk/Return-Gesichtspunkte eine Rolle: Plötzlich auftretende Währungsrisiken, Governance-Aspekte, geopolitische Risiken, regulatorische Rahmenbedingungen – diese Themen sind für professionelle Anleger integraler Bestandteil der Investmentstrategie. „Ein aktives Risikomanagement muss in der Lage sein, Wertschwankungen zu minimieren und gleichzeitig absolute, positive Erträge zu generieren.“ Interessierte Anleger sollten sich daher mit Absolute Return-Konzepten auseinandersetzen sowie mit Strategien zum Kapitalerhalt und zur Begrenzung von Maximalverlusten (Drawdown).

 

2. Rendite
Mit einem Euro-Leitzinsniveau von 0,05% ist es für viele Altersvorsorgeeinrichtungen schwer, ihren veranschlagten Rechnungszins zu erwirtschaften, ebenso wie für Lebensversicherer den zugesagten Garantiezins ihrer Bestandskunden. Zusätzlich steht vielen institutionellen Anlegern aufgrund regulatorischer Bestimmungen häufig nur ein beschränktes oder stark reglementiertes Anlageuniversum (wie zum Beispiel eine nur geringe Quote für Aktien) zur Verfügung. Apropos Aktien: Das Jahr 2015 begann an den Aktienmärkten mit deutlichen Kursausschlägen in beide Richtungen. Neben den Notenbanken waren unter anderem Ölpreisbewegungen sowie Gerüchte über einen neuen Schuldenschnitt in Griechenland Einflussfaktoren für diese Schwankungen. Die hohe Volatilität bietet Investoren sowohl Chancen als auch Risiken. „Es ist wichtig, seine individuelle Risiko-Tragfähigkeit regelmäßig zu hinterfragen“, so Stephan Beismann. „Wer kein oder nur sehr wenig Risiko eingehen will, kann im derzeitigen Umfeld mit Kapitalwachstum kaum rechnen.“

 

3. Diversifikation
Die EZB hat unlängst – aus Sorge, die niedrige Inflation in Europa könnte in eine Deflation umkippen – massive Anleihekäufe (ca. 60 Milliarden Euro pro Monat bis September 2016) beschlossen. Im Rahmen ihres Programms der quantitativen Lockerung kauft die EZB Staatsanleihen zentral auf. Die Renditen für Schuldenpapiere in der Eurozone dürften dadurch weiter fallen. Für Anleger in diese Titel erfährt daher die Frage nach einer Ausweitung des Anlagespektrums auf andere Assetklassen sowie die Internationalisierung des Portfolios jenseits der EU-Märkte eine nachhaltige Aufwertung.

 

4. Alternative Investments
Alternative Investments dürften auch in 2015 ihren starken Wachstumskurs fortsetzen. Diese Anlageklasse erscheint aus dem Blickwinkel von Risikodiversifizierung und gleichzeitiger Ertragssteigerung doppelt attraktiv. So dürften beispielsweise Absolute Return-Strategien, wie auch im vergangenen Jahr, als Anlagealternativen bei institutionellen Anlegern im Blickfeld sein. Grundsätzlich steigt auch die Nachfrage nach Infrastrukturinvestments und Immobilien weiter. „Mit dem Thema Alternative Investments beschäftigen sich viele Anleger“, kommentiert Beismann. „Aufgrund der Liquidität im Markt sowie eines recht hohen Transaktionsniveaus mit Akquisitionen, Verkäufen und Platzierungen werden viele Anleger in diesem Jahr auch darauf achten, wie Großanleger sich zum Thema Private Equity ausrichten.“ Aktuelle Studien zeigen, dass circa die Hälfte der Assets in Pensionsfonds auf Fixed Income und ein weiteres Drittel auf Aktien entfallen. Der Rest entfällt auf alternative Investments, die das schnellste Wachstum aufweisen.

 

5. Information
„Auch wenn man kurzfristige Kursschwankungen zuweilen aussitzen muss – einfach kaufen und liegen lassen ist derzeit sicher keine veritable Strategie“, so Stephan Beismann. Anleger sind deshalb dazu angehalten, die Märkte genau zu beobachten. Beismann gibt ein Beispiel: Die Ergebnisse der Wahlen in Athen machen sich an den Finanzmärkten bislang nur verhalten bemerkbar. Die Nervosität an den Märkten und der Druck auf verschiedene Assetklassen dürften sich je nach Ausgestaltung der Verhandlungen über eine Restrukturierung der griechischen Schulden jedoch deutlich erhöhen. „Keiner kann in die Zukunft blicken. Es gilt also permanent informiert und weiterhin wachsam zu sein, um schnell auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren zu können.“